Forum
Das Forum soll der politischen Diskussion dienen. Der Kandidat nimmt zu einem aktuellen Thema Stellung (zB durch eine Pressemitteilung) und lädt gleichzeitig dazu ein, dass der Bürger an einer entsprechenden Diskussion teilnimmt und seine Meinung äußert. Es wird darauf hingewiesen, dass nur Beiträge veröffentlicht werden, die einen nachvollziehbaren Absender beinhalten und im Rahmen des Zumutbaren sachlich bleiben - so wie es bei Leserbriefen in der Zeitung auch gehandhabt wird (Angabe eines vollständigen Namens und des Wohnorts). Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen!
“Die Lobbyarbeit der CDU für die Atomindustrie kennt keine Grenzen”, so kommentiert SPD-Bundestagskandidat Majer die Haltung der Union beim Thema Atomausstieg. “Wer gutgläubig auf freiwillige Investitionen der Energieunternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien setzt, der bewegt sich fern jeder politischen und wirtschaftlichen Realität”, so der Kandidat weiter. “So lange die bereits abgeschriebenen Meiler für die Energieriesen Gelddruckmaschinen sind werden diese keinen Finger für ein baldiges Abschalten krumm machen”.
“Die Endlagerfrage ist und bleibt ungelöst und das bedeutet, dass mittel- und langfristig die Zwischenlager in Neckarwestheim zu Endlagern werden – jeder der das verschweigt oder zu beschönigen versucht betreibt Augenwischerei”. Der SPD-Politiker stellt zudem fest, dass die Atomenergie auch niemals die Antwort auf die weltweite Energieknappheit bzw. den drohenden Klimawandel sein kann. “Selbst wenn man die Anzahl der Atommeiler auf der ganzen Welt massiv erhöhen würde, so würde man nie mehr als 10-15 Prozent des Energiebedarfs damit abdecken können”, so Majer. Atomkraft verbaue auf diese Weise auch den zügigeren Ausbau der Nutzung von alternativen Energien wie Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme.
Die Legende von drohenden Stromengpässen lässt der Kandidat ebenfalls nicht unkommentiert: “Wir haben einen Exportüberschuss beim Strom, weshalb auch die Argumentation wir würden beim Abschalten von heimischen Atomkraftwerken automatisch auf ausländische, wesentlich unsicherere, Atomkraftwerke zurückgreifen müssen vollkommen fehl geht.”
“Es gibt keinen vernünftigen Grund, von dem vertraglich vereinbarten Atomausstieg abzurücken – daher werde ich mich dafür einsetzen, dass es bei diesem Ausstieg bleibt” teilte Majer abschließend mit. Die Wählerinnen und Wähler können am 27. September ein klares Zeichen setzen nach dem Motto “Atomkraft aus, Zukunft an”.





