{ 6. Juli 2010 }

Entscheidung über Windrad im Ingersheimer Gemeinderat

tm_-010907Heute steht die lang erwartete Entscheidung des Ingersheimer Gemeinderates bezüglich der zu erbauenden Windkraftanlage auf Ingersheimer Gemarkung an. Die SPD-Fraktion wird sich entschieden für das Projekt aussprechen, was auch der überwiegenden Mehrheitsmeinung im SPD-Kreisverband entspricht. Natürlich gibt es Ästhetischere Dinge als dieses Windrad, doch von einer Verschandelung der Landschaft zu sprechen, wie es mancher Gegner tut, ist reichlich überzogen. Da stößt einem das unweit gelegene Kernkraftwerk in Neckarwestheim wesentlich mehr auf - und das nicht nur optisch. Gerade die Nähe zu dieser Gefahrentechnologie, bei der die Endlagerung immer noch weit davon entfernt ist eine saubere und sichere Lösung zu erfahren, zeigt den Kontrast und die Zukunftsgerichtetheit des Windradprojektes.

Die Eingriffe in die Natur wurden bezüglich Flora und Fauna ausgiebig geprüft und sind unbedenklich. Die Wirtschaftlichkeit ist Sache des Betreibers, wobei dieser sich gründlich überlegt haben wird, ob sich die Sache lohnt oder nicht, da man sich bestimmt nicht aus Spaß an der Freude den Anfeindungen einiger Weniger ausgesetzt hat. Und selbst falls das Projekt wirtschaftlich scheitern sollte, wofür es keinerlei Anzeichen gibt: die öffentliche Hand trägt keinerlei Risiko, denn der Rückbau ist durch Rücklagen gesichert und jederzeit und in einem sehr absehbaren Zeitrahmen möglich. Auch dies ein wichtiger und entscheidender Unterschied zu einem Atomkraftwerk.

Natürlich wird dieses eine Windrad nicht Neckarwestheim ersetzen. Doch wer nicht Stück für Stück die Richtung der Erneuerbaren Energien einschlägt und überall dort damit anfängt, wo es möglich und sinnvoll ist, der wird nie richtig anfangen und der wird vor allem nicht ans Ziel kommen, möglichst bald unabhängig zu werden von fossilen und endlichen Brennstoffen. Wer den Scheinargumenten der Gegner folgt, der dürfte sich auch nie eine Solaranlage aufs Dach machen, weil diese einzelne Anlage ganz sicher nicht das Klima rettet.

Für Ingersheim bietet das Projekt außerdem die Chance ein fester Begriff zu werden auf dem Weg in eine verantwortungsvollere Zukunft, in der nicht mehr das Motto gilt: “Klima schützen ist toll, aber warum müssen wir ausgerechnet hier bei uns damit anfangen?” Wenn der Ingersheimer Gemeinderat heute Abend das Projekt und den Bau mehrheitlich befürwortet, wovon ich überzeugt bin, so glaube ich genauso daran, dass die große Mehrheit der Bevölkerung ebenso hinter dem Vorhaben steht und sich nicht durch ein paar laute Ewiggestrige beeinflussen lässt.

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Über
Thorsten Majer

Thorsten Majer - Ingersheimer Gemeinderat, SPD-Ortsvorsitzender und stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD im Kreis Ludwigsburg.

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